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Versuchter Totschlag: Ein Insasse der JVA Bayreuth soll einen Mithäftling mit einem stumpfen Messer schwer verletzt haben

Montag, 4. April 2005 - 19:05
Montag, 4. April 2005 - 19:05

Wegen versuchten Totschlags muss sich seit heute ein 30-jähriger Libanese vor dem Bayreuther Landgericht verantworten.

Zwischen dem Angeklagten und einem Mithäftling war es im vergangenen Jahr in der Justizvollzugsanstalt immer wieder zu Reibereien gekommen. Er soll Anfang Juni schließlich mit einem Anstalts-Messer - offenbar völlig unvermittelt - auf den Geschädigten in dessen Zelle eingestochen haben.Stefan Herbert Fuchs berichtet:"Er habe den Mithäftling nicht töten, sondern lediglich verletzen wollen, damit der Mann niemanden mehr schlägt und niemanden mehr angreift, sagte der Angeklagte. Eine Gruppe von Häftlingen um den Rumänen soll andere Häftlinge immer wieder terrorisiert haben. Das Opfer räumte die Auseinandersetzung zwar ein, führte diese aber darauf zurück, dass der Libanese Anweisungen nicht befolgen wollte, die er als Vorarbeiter in einer Arbeitsstelle der Anstalt gegeben habe. Ohne jede Vorwarnung sei der Angeklagte plötzlich am frühen Abend des 8. Juni 2004 hereingekommen und habe ihm mit dem stumpfen Küchenmesser ins Gesicht geschnitten."