MainwelleMikro Mainwelle

Webradio

Jetzt Mainwelle LIVE anhören.

Vergewaltigungsprozess: Nach mehreren Unterbrechungen am ersten Verhandlungstag hat der angeklagte Verkäufer aus Kulmbach die Tat gestanden

Donnerstag, 25. August 2005 - 19:49
Donnerstag, 25. August 2005 - 19:49

Im Vergewaltigungsprozess vor dem Bayreuther Landgericht hat der Angeklagte heute die Tat gestanden.

Nach mehreren Verhandlungsunterbrechungen räumte der 41-jährige Verkäufer aus Kulmbach schließlich ein, im Sommer letzten Jahres seine damals 16-jährigen Stieftochter vergewaltigt zu haben. Bernd Rasser berichtet:"Dem Opfer bleibt damit eine Aussage vor Gericht erspart. Der Angeklagte hatte zwar zunächst noch versucht, die Tat zu verharmlosen und die Vergewaltigung als nicht vollendet darzustellen - auf Anraten der Staatsanwaltschaft und des Vorsitzenden Richters gab er die Tat schließlich aber doch in vollem Umfang zu. Offenbar hatte er schon vor der Vergewaltigung sexuelles Interesse an dem Mädchen geäußert. Ein Mitarbeiter des Jugendamtes sagte aus, das Opfer habe sich einem Lehrer anvertraut und ihm von Annäherungsversuchen ihres Stiefvaters erzählt. Die Mutter des Mädchens und Ex-Frau des Angeklagten sagte, sie hätte sich das zunächst nicht vorstellen können. Wann und wie sie schließlich von der Vergewaltigung erfahren hat - dazu wollte sie keine Angaben machen. Das heute 17-jährige Opfer leidet noch immer an den Folgen der Tat - das hat ein Sachverständiger vor Gericht bestätigt. Nach der Vernehmung weiterer Zeugen soll morgen Nachmittag das Urteil verkündet werden."