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Vergewaltigungsprozess: Nach mehreren Unterbrechungen am ersten Verhandlungstag hat der angeklagte Verkäufer aus Kulmbach die Tat gestanden

Donnerstag, 25. August 2005 - 17:56
Donnerstag, 25. August 2005 - 17:56

Vor dem Bayreuther Landgericht hat heute der Prozess gegen einen 41-jährigen Verkäufer aus Kulmbach begonnen.

Ihm wird die Vergewaltigung seiner 16-jährigen Stieftochter im Sommer letzten Jahres vorgeworfen. Bernd Rasser berichtet:"Im Mittelpunkt des ersten Verhandlungstages stand die Frage, ob das heute 17-jährige Opfer, das noch immer an den Folgen der Tat leidet, selbst vor Gericht aussagen muss - ein umfassendes Geständnis des Angeklagten kann dem Mädchen die Vernehmung ersparen. Dieser verstrickte sich allerdings in Widersprüche und versuchte die Tat zu verharmlosen. Letztendlich habe er die Vergewaltigung gar nicht vollendet und das Mädchen habe sich auch nicht wirklich widersetzt. Der Richter musste die Verhandlung immer wieder unterbrechen, bis der Angeklagte die Tat auf Anraten der Staatsanwaltschaft schließlich doch in vollem Umfang gestand. Er habe sich zunächst nur besser darstellen wollen, sagte der 41-Jährige. Das Opfer muss damit nicht mehr vernommen werden. Es stehen aber noch die Verlesung eines psychologischen Gutachtens und die Vernehmung der Ex-Frau des Angeklagten aus."