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Urteil im Bayreuther Doppelmordprozess: Der 29-jährige Krankenpfleger Stephan K. muss lebenslang ins Gefängnis

Freitag, 29. Juli 2005 - 17:37
Freitag, 29. Juli 2005 - 17:37

Wegen zweifachen Mordes hat die Große Jugendkammer des Bayreuther Landgerichts den Krankenpfleger Stephan K.

heute zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Zudem soll der 29-jährige in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden.Martin Sollik berichtet:"Die Strafkammer ist davon überzeugt, dass Stephan K. sowohl seine Nichte Julia Hertlein als auch Melanie Preuß getötet hat, um vorangegangene Straftaten zu vertuschen: der Versuch einer sexuellen Nötigung, eine versuchte Vergewaltigung, und in beiden Fällen gefährliche Körperverletzung. Nach Auffassung der Richter handelt es sich hier um vorsätzlichen Mord in zwei besonders schweren Fällen. Ein Kapitaverbrechen, für das der Gesetzgeber nach Erwachsenenstrafrecht nur eine lebenslange Freiheitsstrafe vorsieht. Und da Stephan K. beim Mord an seiner Nichte im vergangenen Sommer bereits 28 Jahre alt war, kommt nach Ausführungen des Vorsitzenden Richters bei der Bemessung des Strafmaßes keinefalls mehr das Jugenstrafrecht in Frage."