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Tankstellenüberfall in Kulmbach: Die Staatsanwaltschaft plädiert auf schwereb Raub und fordert Haftstrafen bis zu siebeneinhalb Jahren

Freitag, 3. Juni 2005 - 16:07
Freitag, 3. Juni 2005 - 16:07

Haftstrafen zwischen dreieinhalb und siebeneinhalb Jahren hat die Staatsanwaltschaft heute für die fünf Tankstellenräuber von Kulmbach gefordert.

Anklagevertreterin Tanja Fröbel sah es als erwiesen an, dass die Russlanddeutschen nach einem gemeinsamen Tatplan gehandelt und die Tat gemeinsam ausgeführt hatten. Sie plädierte deshalb auf schweren Raub.Stefan Herbert Fuchs berichtet:"Als Haupttäter machte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft einen 20-jährigen aus Bad Abbach aus. Der Mann hatte die Kassiererin bei dem Überfall am frühen Morgen des 2. Juni 2004 auf die Shell-Station in Kulmbach mit einer Waffe in Schach gehalten. Die Verteidiger der fünf Männer beantragten dagegen teilweise wesentlich niedrigere Strafen, die von zwei Jahren auf Bewährung bis zu sechs Jahren und neun Monaten reichten. Bei den Plädoyers der Verteidiger war jeder sichtlich bemüht, die Tatbeteiligung seines Mandanten klein zu reden. Gleich dreimal wurde eine Verurteilung in einem minderschweren Fall, einmal sogar nur wegen Beihilfe gefordert. Das Urteil wird die Erste Große Jugendkammer des Landgerichts am Montag um 14 Uhr verkünden."