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Schneechaos auf der Autobahn bei Bayreuth: Zehntausende Menschen verbrachten die Nacht zum Samstag im Stau

Sonntag, 23. Dezember 2001 - 13:42
Sonntag, 23. Dezember 2001 - 13:42

Zehntausende Autofahrer haben die Nacht zum Samstag auf den Autobahnen A9 und A70 im Stau verbringen müssen.

Bereits am Freitag Abend kam der Verkehr auf der A9 zwischen Hormersdorf und der Landesgrenze Thüringen zum Erliegen. Für den Großraum Bayreuth Kulmbach wurde Katastrophenalarm ausgelöst.Stefanie Wittmer berichtet:"Querstehende LKW, Räumfahrzeuge die nicht mehr vorwärtskommen und endlose Autoschlangen - dieses Bild bot sich in der Nacht zum Samstag auf den Autobahnen bei Bayreuth. Die heftigen Schneefälle und das hohe Verkehrsaufkommen vor Weihnachten machten ein Weiterkommen unmöglich. Der Verkehr staute sich auf eine Länge von über 100 Kilometer. Rotes Kreuz und Feuerwehr versorgten die festsitzenden Menschen mit heißem Tee. Die Bergwacht war sogar mit zwei Motorschlitten auf der Autobahn unterwegs. Bis Samstag Mittag waren rund 800 Rettungskräfte im Einsatz. Die A9 und A70 mußten gesperrt werden, bis die Räumfahrzeuge das Schlimmste beseitigt hatten. In Bayreuth und Pegnitz wurden Notunterkünfte eingerichtet um dort die frierenden Menschen zu versorgen, die teilweise die ganze Nacht in ihrem Wagen verbracht hatten. An den Tankstellen in der Nähe der Autobahn bildeten sich lange Schlangen, vielen Autofahrern war das Benzin ausgegangen. Erst am Samstag Mittag entspannte sich die Lage langsam - gegen 16 Uhr rollte der Verkehr wieder. Bayerns Innenminister Günther Beckstein kam per Hubschrauber nach Bayreuth um sich ein Bild über die Lage vor Ort zu machen."Der Wintereinbruch sorgte auch im Bayreuther Stadtgebiet für erhebliche Behinderungen und zahlreiche Unfälle. Eine Autofahrerin wurde schwer verletzt als sie in der Universitätstraße mit ihrem Wagen ins Schleudern kam und gegen einen Laternenmast prallte. Ein 21-jähriger Mann kam zwischen Hummeltal und Gesees von der Fahrbahn ab und tieß frontal gegen einen Baum. Er mußte von der Feuerwehr aus dem Fahrezeug geborgen - und ins Krankenhaus eingeliefert werden.