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Nervenzusammenbruch vor Gericht: Die Verbreitung kinderpornografischer Schriften bringt einem Speicherdorfer eine Bewährungsstrafe ein

Mittwoch, 18. Mai 2005 - 18:40
Mittwoch, 18. Mai 2005 - 18:40

Wegen des Verbreitens kinderpornografischer Schriften ist ein 67-jähriger Speichersdorfer am Nachmittag zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Der Mann hatte im Internet Bilddateien, die den sexuellen Missbrauch Minderjähriger zum Inhalt hatten, bezogen und selbst verbreitet. Martin Sollik berichtet:"Zunächst sei es Neugierde gewesen, später - so räumte der Ageklagte letztlich ein - auch Begierde. Es fiel ihm sichtlich schwer, über die, wie er es selbst nannte, zu sprechen; und erlitt beim Plädoyer der Staatsanwaltschaft, die ein weitaus empfindlicheres Strafmaß forderte, einen Zusammenbruch. Es nütze jedoch nichts, einen 67-jährigen ins Gefängnis zu stecken, der seine Schuld eingesteht, Reue zeigt, und vor allem selbsttätig mit der Sache aufgehört hatte, noch bevor gegen ihn ermittelt wurde. So lässt sich die Urteilsbegründung grob zusammenfassen. Deshalb, so der Vorsitzende Richter Michael Eckstein, ein Strafmaß, bei dem gerade noch eine Bewährung möglich ist. Ausserdem soll der Verurteilte nun 2.880 Euro an Einrichtungen bezahlen, die sich den Opfern sexueller Gewalt annehmen."