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Misshandlungsfall in Creußen: Das Opfer soll mit den Videoaufnahmen der Übergriffe zunächst noch einverstanden gewesen sein

Mittwoch, 13. Juli 2005 - 18:39
Mittwoch, 13. Juli 2005 - 18:39

Im mutmaßlichen Misshandlungsfall von Creußen haben Täter und Opfer offenbar gemeinsame Sache gemacht.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft heute erklärten, hätten die fünf Jugendlichen einfach die Grenzen ihrer Spiele überschritten. Wie berichtet sollen vier 15- und 16-jährige einen Schüler aus Creußen angeblich gequält und DVDs mit Filmen der Taten verkauft haben. Martin Sollik berichtet:"Alle fünf seien in derselben Clique gewesen und hätten gemeinsam Filmchen in Stuntman-Manier gedreht. Dem 13-jährigen sei es dann irgendwann zu viel geworden, erklärte Oberstaatsanwalt Thomas Janovsky. Die Aktionen seien trotzdem immer heftiger geworden. Die Gegenwehr des Schülers habe die anderen schließlich angespornt. Von Misshandlungen könne dennoch keine Rede sein, betonte Janovsky. Ernsthaft verletzt wurde das Opfer in keinem der Fälle. Auf die leichte Schulter dürfe man die Sache aber auch nicht nehmen. Bei den Taten handele es keinesfalls um Kavaliersdelikte, sondern um handfeste Körperverletzungen, und in einem Fall sogar Freiheitsberaubung. Dafür werden sich die vier Tatverdächtigen möglicherweise auch vor dem Jugendrichter verantworten müssen."