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Messerstich auf Kneipentoilette: Wegen versuchten Totschlags soll der angeklagte Azubi über sechs Jahre ins Gefängnis

Mittwoch, 29. Juni 2005 - 18:23
Mittwoch, 29. Juni 2005 - 18:23

Wegen versuchten Totschlags und zweifacher vorsätzlicher Körperverletzung soll ein junger Mann aus Bayreuth über sechs Jahre ins Gefängnis.

Die Staatsanwaltschaft hat heute Mittag vor dem Landgericht eine Haftstrafe von sechs Jahren und einem Monat gegen den 22-jährigen Auszubildenden beantragt. Er soll in den frühen Morgenstunden des dritten September 2004 einen Rivalen auf einer Kneipentoilette niedergestochen und dabei lebensgefährlich verletzt haben.Stefan Herbert Fuchs berichtet:"Nach drei Verhandlungstagen und einer umfangreichen Beweisaufnahme mit 16 Zeugen und zwei Sachverständigen ging Oberstaatsanwalt Wolfgang Sander davon aus, dass der Mann mit Tötungsvorsatz gehandelt hat. Zumindest habe der Angeklagte den Tod des 23-Jährigen billigend in Kauf genommen. Zu einer grundlegend anderen Bewertung des Geschehens kam dagegen Verteidiger Wolfgang Schwemmer. Der Angeklagte habe den Messerstich lediglich geführt, um sich vor weiteren Auseinandersetzungen zu schützen, nicht aber um zu töten. Schwemmer plädierte auf gefährliche Körperverletzung in einem minderschweren Fall und forderte eine Strafe von zwei Jahren auf Bewährung. Das Urteil wollen die Richter der Ersten Großen Strafkammer am Freitag um 9 Uhr verkünden."