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Messerattacke auf Lebensgefährten: Eine 43-jährige Bayreutherin muss für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis

Freitag, 17. Juni 2005 - 20:02
Freitag, 17. Juni 2005 - 20:02

Weil sie ihren Lebensgefährten niedergestochen hatte, ist eine 43-jährige Bayreutherin heute zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Der Urteilsspruch lautete auf gefährliche Körperverletzung und nicht wie ursprünglich angeklagt auf versuchten Mord. Grund dafür ist, dass beim Gericht Zweifel bestanden, ob die Angeklagte wirklich heimtückisch gehandelt hat und ob das 46-jährige Opfer wirklich arg- und wehrlos dem Angriff gegenüberstand. Stephan Herbert Fuchs mit den Einzelheiten:"Wie berichtet hatte die Frau am 2. November des vergangenen Jahres nach einer tätlichen Auseinandersetzung ein rund 20 Zentimeter langes Küchenmesser gepackt und es dem Mann zwischen Schulterblatt und Wirbelsäule in den Rücken gestoßen. Nur durch eine aufwändige Rettungsaktion und einer sofortigen Notoperation konnte der 46-jährige überleben. Das Opfer habe einen Schutzengel gehabt, sagte der vorsitzende Richter Michael Eckstein bei der Urteilsbegründung. Die Kammer hielt der Frau aber auch zu Gute, dass sie sich in einer psychischen Ausnahmesituation befunden hatte. Positiv sollte sich auch auswirken, dass der Mann der Angeklagten inzwischen nicht nur verziehen hatte, sondern sogar ernsthaft daran denkt, die Frau zu heiraten."