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Landgericht Bayreuth: Wegen besonders schweren Betrugs soll der angeklagte Ex-Broker aus München acht Jahre ins Gefängnis

Dienstag, 21. Juni 2005 - 19:30
Dienstag, 21. Juni 2005 - 19:30

Wegen besonders schweren Betrugs hat die Staatsanwaltschaft in Bayreuth für den angeklagten Börsenmakler aus München eine Freiheitsstrafe von acht Jahren gefordert.

Wie berichtet hatte der Mann laut Anklage sieben Anleger in zwölf voneinander unabhängigen Fällen um insgesamt über 800.000 Euro gebracht.Stefan Herbert Fuchs berichtet:"Laut Staatsanwalt Werner Kahler war der 39-Jährige zuletzt mit über einer Million Euro weit überschuldet und habe keinerlei Aussicht gehabt, seine Verbindlichkeiten jemals wieder tilgen zu können. Zu der absolut desolaten finanziellen Situation komme, dass der Angeklagte weit über seine Verhältnisse gelebt und bereits seit Jahren so gut wie kein nennenswertes Einkommen mehr erzielt hatte. Deshalb habe er in krimineller Absicht potentiellen Anlegern bewusst falsche Tatsachen vorgespiegelt und Anlagen mit einem ungewöhnlich hohen Zinssatz versprochen. Sämtliche Opfer seien durch den knallharten Betrug schwer getroffen, einige sogar an die Grenzen des wirtschaftlichen Ruins getrieben worden. Die Chancen für die geprellten Anleger, das Geld jemals wieder zu sehen, lägen bei praktisch gleich Null."Das Urteil wird voraussichtlich morgen verkündet.