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Drogenprozess in Bayreuth: Der angeklagte 38-jährige Kaufmann räumt nur eine Beihilfe zum Handel mit Betäubungsmitteln ein

Dienstag, 18. Oktober 2005 - 9:44
Dienstag, 18. Oktober 2005 - 9:44

Wegen des Handels mit Drogen muss sich derzeit ein 38-jähriger Kaufmann aus Bayreuth vor Gericht verantworten.

Laut Staatsanwaltschaft habe er, ein Freund und zwei weitere Komplizen, im polnischen Warschau Crystal-Speed besorgt, um es in Deutschland gewinnbringend zu verkaufen. Der Angeklagte soll den drei Männern einen Wagen sowie 10.000 Euro Bargeld zur Verfügung gestellt haben. Dafür sollte er zu einem Drittel an dem Erlös aus dem Geschäft beteiligt werden. Martin Sollik berichtet:"Er habe wissen müssen, dass der Handel mit seinem Wagen über die Bühne gehen würde, räumte der Angeklagte inzwischen ein. Gezielt für diesen Zweck habe er seinem Freund das Auto aber nicht überlassen. Auch das Geld habe er dem inzwischen abgeurteilten 46-jährigen ex-Vorarbeiter nie gegeben. Dieser belastete den Angeklagten unterdessen mit seiner Aussage, indem er den Tatvorwurf der Staatsanwaltschaft weitgehend bestätigte. Allerdings soll der mutmaßliche Komplize zum Tatzeitpunkt massiv drogenabhängig gewesen sein. Gedächtnislücken seien also nicht gänzlich auszuschließen. Die Rolle des Kaufmanns in der Sache ist offenbar nach wie vor unklar. Nach einer neuerlichen Einlassung des Angeklagten habe er sich aber allenfalls einer Beihilfe schuldig gemacht."Für den Prozess vor dem Bayreuther Landgericht sind vorerst acht weitere Verhandlungstage anberaumt.