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Doppelmordprozess in Bayreuth: Mit einem psychologischen Gutachten ist die Beweisaufnahme gegen Stephan K. beendet worden

Mittwoch, 27. Juli 2005 - 10:10
Mittwoch, 27. Juli 2005 - 10:10

Im Doppelmordprozess gegen Stephan K. hat die Große Jugendkammer des Bayreuther Landgerichts am Nachmittag die Beweisaufnahme beendet.

Zuletzt nahm der Psychologe Dr. Norbert Nedopil Stellung zu seinem Gutachten über den Angeklagten. Der 29-jährige Krankenpfleger wird beschuldigt, die beiden Mädchen Julia Hertlein und Melanie Preuß mit jeweils mehreren Messerstichen getötet zu haben. Martin Sollik berichtet:"Nach Ausführungen Nedopils sei Stephan K. einem über die Jahre hinweg immer stärker werdenden, durchaus sadistischen, Trieb gefolgt. Dieser sei möglicherweise schon bei der ersten Tat im Januar 1993 in geringem Maße da gewesen. Im Fall seiner 14-jährigen Nichte Julia Hertlein sei er im vergangenen Jahr schließlich entgleist; er habe geplant, das Mädchen zu vergewaltigen. Der Sachverständige geht aber offenbar nicht davon aus, dass Stephan K. die beiden Mädchen habe töten wollen, um sich letztlich Befriedigung zu verschaffen. Der Angeklagte selbst habe gegenüber dem Psychologen geäußert, er sei gefährlich, gehöre weggesperrt. Dass bei dem 29-jährigen die Gefahr einer Wiederholungstat besteht, wollte Nedopil nicht ausschließen."