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Doppelmordprozess in Bayreuth: Die Staatsanwaltschaft fordert für den Angeklagten Stephan K. eine lebenslange Freiheitsstrafe

Donnerstag, 28. Juli 2005 - 9:42
Donnerstag, 28. Juli 2005 - 9:42

Im Doppelmordprozess vor der Großen Jugendkammer des Bayreuther Landgerichts sind am Nachmittag die Plädoyers abgeschlossen worden.

Die Staatsanwaltschaft forderte für den Angeklagten, Stephan K., eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen des Vertuschungsmordes an seiner Nichte Julia Hertlein im vergangenen August, und des heimtückischen Mordes an Melanie Preuß im Januar 1993. Der 29-jährige müsse ausserdem in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden.Martin Sollik berichtet:"Die Verteidigung hingegen plädierte am Nachmittag in beiden Fällen auf gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge - im Fall Julia Hertlein in Tateinheit mit einer versuchten Vergewaltigung. Stephan K. habe nie die Absicht gefasst, eines der Mädchen zu töten. Er habe sie erstochen, aus Angst sein schon vorher strafbares Handeln könnte entdeckt werden. Dafür müsse er auch bestraft hart werden. Nach Ausführungen der beiden Verteidiger sei eine Freiheitsstrafe von nicht unter 13 Jahren jedoch angemessen. Auch im Fall einer Verurteilung nach dem Jugendrecht sei die Strafe im oberen Bereich des Möglichen anzusetzen. Die Entscheidung darüber wird nun letztlich das Gericht fällen. Ein Urteil wird für morgen Mittag erwartet."