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Doppelmordprozess in Bayreuth: Der Angeklagte bezeichnet die 17-jährige Melanie Preuß vor Gericht als <perfektes Opfer>

Samstag, 23. Juli 2005 - 10:50
Samstag, 23. Juli 2005 - 10:50

Im Doppelmordprozess vor dem Bayreuther Landgericht hat die Jugendkammer den Angeklagten erneut zu den Tatvorwürfen vernommen.

Im Mittelpunkt stand dabei Frage nach dem Motiv für die Bluttat vom 8. Januar 1993.An diesem Tag starb die 17-jährige Melanie Preuß aus Kulmbach nach zahlreichen Messerstichen.Martin Sollik berichtet:"Nachdem die Vernehmung erneut unter Ausschluss der Medien stattfand, fasste der Vorsitzende Richter Michael Eckstein die Aussage des Angeklagten zusammen: Demnach habe Stephan K. von langer Hand geplant, eine junge Frau niederzustechen, auszuziehen und unsittlich zu berühren. In Melanie Preuß habe er - so wörtlich - das perfekte Opfer gefunden. Das Gericht beorderte am Nachmittag auch die der Verhandlung beisitzende Mitarbeiterin des Kulmbacher Kreisjugendamts in den Zeugenstand. Die Frage, ob für sie bei der Tat vom Januar 1993 noch die Anwendung des Jugendrechts in Betracht komme, ließ die Jugendgerichtshilfe jedoch offen. Stephan K. war zum Zeitpunkt des Mordes an Melanie Preuß noch keine 17 Jahre alt."