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Doppelmordprozess in Bayreuth: Auch im Fall Melanie Preuß handelt es sich offenbar um Vertuschungs-Tat

Dienstag, 26. Juli 2005 - 10:36
Dienstag, 26. Juli 2005 - 10:36

Im Doppelmordprozess gegen den Krankenpfleger Stephan K. vor dem Bayreuther Landgericht kann die Beweisaufnahme möglicherweise schon heute abgeschlossen werden.

Wie berichtet, hatte der Angeklagte vor der Großen Jugendkammer eingeräumt, seine Nichte Julia Hertlein nach einer versuchten Vergewaltigung im August 2004 getötet zu haben. Im Januar 1993 will er außerdem die 17-jährige Melanie Preuß in Kulmbach erstochen haben. Martin Sollik berichtet:"Der Fall Julia Hertlein scheint inzwischen klar: die Last der bisher vorgelegten Beweise ist erdrückend; Stephan K. voll geständig. Nur habe er, wie er sagte, seine 14-jährige Nichte nicht töten wollen. Dazu soll noch ein Sachverständiger angehört werden. Zahlreiche Fragen gibt es allerdings noch im Fall Melanie Preuß. So muss zum Beispiel noch geklärt werden, ob das inzwischen als Tatwaffe in Betracht kommende Butterflymesser dem Angeklagten zugeordnet werden kann. Wie der Vorsitzende Richter Michael Eckstein am Nachmittag erklärte, komme bei dieser Tat aber ebenfalls ein Vertuschungsmord in Betracht, nicht wie ursprünglich angeklagt ein Mord aus Heimtücke. Stephan K. will Melanie Preuß niedergestochen haben, um sich anschließend an ihr zu vergehen. Möglicherweise hat er das Mädchen also getötet um die vorausgegangene Körperverletzung zu vertuschen."