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Betrugsprozess am Landgericht: 31-jähriger Mann soll mit nicht gedeckter EC-Karte, Waren im Wert von 16-tausend Euro erschwindelt haben

Mittwoch, 5. Oktober 2005 - 22:32
Mittwoch, 5. Oktober 2005 - 22:32

Wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in rund 100 Einzelfällen muss sich seit heute ein 31-jähriger Mann aus dem Irak vor dem Bayreuther Landgericht verantworten.

Ihm wird vorgeworfen in Geschäften in Bayreuth, Erlangen und Nürnberg Waren im Gesamtwert von fast 16.000 Euro mit seiner nicht gedeckten EC-Karte erschwindelt zu haben. Stefan Herbert Fuchs berichtet:"Er habe dies getan, um seiner Familie im Irak zu helfen, ließ der Hilfsarbeiter über seinen Verteidiger Karsten Schieseck erklären. Sein älterer Bruder sei dort vermutlich von Terroristen getötet worden, seine Schwestern würden nun erpresst und mit Vergewaltigung bedroht, wenn sie nicht eine Art Schutzgeld zahlen könnten. Er habe keine andere Möglichkeit mehr gesehen, um an das Geld für seine Familie zu kommen, beteuerte der 31-jährige. Staatsanwalt Gerhard Dobmeyer ging dagegen davon aus, dass der Angeklagte gezielt seine Zahlungswilligkeit und Zahlungsfähigkeit vortäuschte, um sich eine fortlaufende und nicht unerhebliche Einnahmequelle zu verschaffen."