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Bayreuther Landgericht: Wegen zweifacher Anstiftung zum Mord muss sich ein 47-jähriger JVA Häftling verantworten

Montag, 7. Februar 2005 - 18:44
Montag, 7. Februar 2005 - 18:44

Wegen zweifacher Anstiftung zum Mord muss sich seit heute ein 47-jähriger JVA-Häftling vor dem Bayreuther Landgericht verantworten.

Der Mann soll einen Mithäftling beauftragt haben, einen Killer zu engagieren. Dieser sollte zwei Männer aus dem Heimatort des Beschuldigten töten. Der Angeklagte ließ zum Prozessauftakt durch seinen Verteidiger erklären, dass an diesen Vorwürfen "nichts dran sei".Stephan-Herbert Fuchs berichtet:"Hintergrund der Geschichte ist der Missbrauch der Tochter des Angeklagten, für die der 47-jährige in der JVA Bayreuth einsitzt. An diesem Missbrauch sollen dem Angeklagten zufolge zwei weitere Männer aus seinem Heimatort beteiligt gewesen sein, die allerdings straffrei ausgingen. Im Mittelpunkt des ersten Verhandlungstages stand die Zeugenaussage des ehemaligen Mithäftlings. Für die Organisation des Killers und vor allem für sein Schweigen hätte er 50000 Euro erhalten sollen. Daraufhin habe er sich der Polizei anvertraut, was er heute zumindest teilweise offen bereute. Nachdem er seinen Mithäftling verraten hatte, sei eine regelrechte Hetzjagd auf ihn gestartet worden. Shf, rm aktuell."