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Bayreuther Landgericht: Das Geständnis des mutmaßlichen Mörders von Julia Hertlein und Melanie Preuß weist Lücken auf

Montag, 18. Juli 2005 - 19:16
Montag, 18. Juli 2005 - 19:16

Vor dem Bayreuther Landgericht hat heute der Prozess gegen einen 29-jährigen Krankenpfleger aus Trebgast begonnen.

Der Mann soll im vergangenen Sommer seine Nichte, Julia Hertlein, nach einer versuchten Vergewaltigung getötet haben. Zudem wird dem Angeklagten der Mord an Melanie Preuß vom Januar 1993 zur Last gelegt.Martin Sollik berichtet:"Der Angeklagte ist geständig. Seine Ausführungen vor der Großen Jugendkammer sind jedoch voller angeblicher Gedächtnislücken und Widersprüche. Bei seiner Vernehmung sagte Stephan K. er habe Julia nicht töten wollen, nur vergewaltigen, dann wieder nachhause bringen. Über alles Weitere habe er sich einfach keine Gedanken gemacht. Nie hätte Blut fließen sollen. Er habe seine 14-jährige Nichte mit dem Messer nur stoppen wollen, als diese sich heftig zur Wehr setzte. So, oder so ähnlich soll es auch bei Melanie Preuß - elf Jahre zuvor - gewesen sein. Nur will sich der Angeklagte nicht mehr daran erinnern können, ob er auch dieses Mädchen habe vergewaltigen wollen. Die Frage nach dem Motiv für die Tat von 1993 ist also nach wie vor offen. Weitere Vernehmungen sollen in den nächsten Tagen Klarheit schaffen. 50 Zeugen und zwei Sachverständige sollen dem Gericht dabei helfen."